Anleihen
US-Investoren flüchten in Staatsanleihen

Neue Hiobsbotschaften zur amerikanischen Hypothekenkrise und ihren Folgen für den globalen Kreditmarkt haben gestern erneut Anleger in sichere US-Staatsanleihen getrieben. Ein australischer Hedge Fonds musste für einen seiner Fonds Gläubigerschutz beantragen, da sich dieser mit US-Subprime-Hypotheken verspekuliert hatte.

FRANKFURT. Die Bank of England verlieh zudem 1,6 Mrd. Pfund zum hohen Notfall-Zinssatz, da ein Finanzinstitut unter den Geschäftsbanken keinen Kreditgeber finden konnte. Dies illustriert die derzeit starke Risikoscheu der Banken.

Wie gefragt die Sicherheit von Staatspapieren in jüngster Zeit ist, zeigt der Blick auf zehnjährige Treasuries: Ihre Kurse haben in den vergangenen drei Wochen so stark zugelegt, dass die Rendite 24 Basispunkte nachgab. Am Donnerstag rentierten die Papiere drei Basispunkte niedriger bei 4,53 Prozent. Die Rendite fünfjähriger Treasuries sank auf 4,25 Prozent, bevor das US-Finanzministerium am Abend neue Papiere dieser Laufzeit über 13 Mrd. Dollar auf den Markt brachte.

Das Geschehen am europäischen Markt verlief richtungslos. Der Kurs zehnjähriger Bundesanleihen bewegte sich um das Vortagesniveau, die Rendite lag mit 4,23 Prozent weiter nahe einem Dreimonatstief. Der Bund-Future notierte fünf Basispunkte niedriger bei 113,85 Prozent.

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