Anleihen
US-Renditen sinken nach schwachen Daten

Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA haben am Donnerstag die Kurse der US-Staatsanleihen nach oben und die Renditen nach unten getrieben. Der Auftragseingang bei den langlebigen Konsumgütern war niedriger ausgefallen als erwartet, und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erreichte ein Zwei-Jahres-Hoch. Der Markt interpretierte die Daten als Zeichen für eine Konjunkturschwäche.

FRANKFURT. Später veröffentlichte überraschend positive Daten zum US-Verbrauchervertrauen konterkarierten dieses Bild etwas und ließen die Renditen von ihren Tagestiefs sinken. Dennoch rentierten zehnjährige US-Anleihen am späten Nachmittag immer noch sechs Basispunkte niedriger bei 4,22 Prozent.

Steigende Renditen gab es hingegen im Euroraum. Angetrieben wurden sie von Spekulationen, dass heute anstehende Inflationszahlen für Deutschland eine höhere Teuerung anzeigen werden. Damit wird es für die Europäische Zentralbank (EBZ) schwieriger, die Zinsen zu senken. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 4,34 Prozent etwas höher. Der Kurs des Terminkontrakts Bund-Future fiel 22 Basispunkte auf 112,73 Prozent.

Am Primärmarkt warteten Investoren mit Spannung auf die neue fünfjährige US-Staatsanleihe, die für den Abend angekündigt war. Italien begab eine zweijährige Null-Kupon-Anleihe im Volumen von 3,5 Mrd. Euro.

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