Anleihen USA lassen Top-Schuldner hinter sich

Obwohl die USA kein Top-Rating mehr hat, sind die Anleihen gefragter als die von AAA-Ländern. Anleger wetten auf den Wirtschaftsaufschwung der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie könnten Recht behalten.
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Das Capitol in Washington: Die USA gewinnt das Vertrauen der Gläubiger zurück. Quelle: dpa

Das Capitol in Washington: Die USA gewinnt das Vertrauen der Gläubiger zurück.

(Foto: dpa)

WashingtonVor zwei Jahren sah die Welt der Anleihe-Anleger noch ein wenig düsterer aus. Damals entzog die Ratingagentur Standard & Poor's den USA die Spitzen-Bonitätsnote. Manche Ökonomen redeten bereits von der drohenden Staatspleite. Aus Sicht der Gläubiger ist aber viel passiert, die Kreditqualität der Vereinigten Staaten erhält aktuell Auftrieb durch das Wirtschaftswachstum. Die weltgrößte Volkswirtschaft lässt dabei alle 12 mit dem Rating “AAA” erstklassig benoteten Nationen hinter sich.

Der Renditeabstand zwischen fünf- und zehnjährigen Treasuries ist höher als bei den Anleihen aus Ländern mit Top- Rating. Das lässt darauf schließen, dass Investoren mit einem stärkeren Wachstum in den USA als in diesen Ländern rechnen. Auch andere Messwerte lassen erkennen, dass es den USA immer besser geht: Die Kosten für Kreditausfallabsicherungen (CDS) sind so niedrig wie zuletzt 2009, der Dollar steigt so stark wie seit 2008 nicht mehr und das Börsenbarometer S&P 500 erreichte am 2. August ein neues Rekordhoch.

Die Investoren sehen nicht mehr ein, warum die USA weniger kreditwürdig sei als andere Industrieländer. Immerhin soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2014 um 2,7 Prozent wachsen - mehr als in jedem anderen G10-Land. Gleichzeitig ist das Haushaltsdefizit so gering wie seit 2008 nicht mehr. Zwar hat ein Managing Director von S&P im März erklärt, dass andere Ratingagenturen „nachziehen“ würden, stattdessen haben jedoch seine eigene Gesellschaft und Moody's den Ausblick für das US-Rating von “negativ” auf “stabil” angehoben.

„Die USA führen die Erholung in den Industrienationen tatsächlich an”, sagt Kathleen Gaffney, eine Vermögensverwalterin bei Eaton Vance. “Wir befinden uns an einem wichtigen Wendepunkt, an dem die Wirtschaft wirklich das Potenzial hat, an Fahrt zu gewinnen.”

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14 Kommentare zu "Anleihen: USA lassen Top-Schuldner hinter sich"

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  • Die Daten in den USA bzw. eigentlich alle Wirtschaftsdaten weltweit sind doch manipuliert und keine Kennziffer wie es um die einzelnen Länder wirklich steht.

    Aber eagl, Hauptsache die Finanzmärkte steigen auf ewig weiter.

  • Dann kann man ja beruhigt sein, denn so einen Unsinn kann nur jemand von sich geben, der entweder Geld dafür bekommt oder ein Drohnenangriff zu befürchten hat.

  • Exzellente Journaille, dem stimme ich zu.
    Aber auch die in Bloomberg zitierten Größen, erfüllen ihre Aufgabe als Sprachrohr ihrer Brötchengeber vergütungsgemäß. Das erinnert mich an die e n d l i c h
    wahr gewordene Replik auf den Ökonomen Aufruf, die gegenwärtig durch die Zeit geistet. So öffentlich ist der, dass man ihn nicht mal kritisieren kann.
    Wann, bitte wann, werden die Leser mal mit Fakten konfrontiert, Zusammenhänge objektiviert, auf Gefahren hingewiesen und auch Erfolge rationaler Politik gewürdigt? Wenn das HB eine neue Partei, die im Grunde eine Bürgerbewegung für Offenheit, Demokratie und Nachhaltigkeit ist, in die rechte Ecke stellt, freut man sich, wenn man das überhaupt noch ungestraft fragen kann.
    Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht! Stürmt die Wahllokale,
    die Alternative erkämpft das Menschenrecht.

  • Na, es gibt sogar schon einen "Arbeitsnamen" für diese neue Weltleitwährung nämlich "Ixe".
    Wer weiß, woher ich das weiß und wo das nachzulesen ist, bekommt einen Punkt. Lol

  • Nur, dass dieser Artikel überhaupt nicht aus der Feder vom Handelsblatt stammt. Sondern von Bloomberg. Wer lesen kann, ist hier klar im Vorteil.

    Das Handelsblatt hat lediglich copy+paste gemacht (wie bei den meisten Artikeln. Artikel vom Handelsblatt sind mit " Exklusiv " gekennzeichnet.

  • Hallo hafnersp,

    volle Zustimmung! Der Artikel ist naiv geschrieben, könnte von einem Praktikanten verfasst worden sein. HB hätte sich mal die Mühe machen können zu recherchieren, wer von den "Investoren" überhaupt noch US-Anleihen zeichnet. Würde sich dann ganz schnell ein eindeutiges Bild abzeichnen...

    Viele Grüße
    Gordon

  • na super , dann ist ja das Schlimmste überstanden -ich freue mich für die USA...und die Chinesen auch, dann werden die ihre Schrottpapiere vielleicht doch noch einmal los...Neue kaufen die aber wohl trotz der blendenden Zukunftsaussichten
    nicht mehr...die wissen wohl nicht was ihnen da vielleicht an Gutem entgeht...schade...lol
    Hallo HB ! Glaubt ihr eigentlich diesen Müll, den ihr hier publiziert oder weiterverbreitet????? Mein eindruck sagt mir: Die USA sind faktisch am Ende !

  • Nun, einer der Vorteile der Leitwährung ist: Es trägt mindestens 1-1.5% zum BIP bei. Also folgen wir Abhänigen weiter den dummdreisten Leithammel bis zur nächsten Blase.

    Andere Länder sollten den Beispiel Russia/China folgen, die den bilateralen Warentransfer in der jeweiligen Landeswährungen oder als swap ausführen. Den USA muss der Leitwährungsstatus genommen werden, damit wären sie erledigt.

  • haha, alles klar.

  • Die USA sind desolat und pleite - und es ist eine reine Frage der Zeit, bis wann 'die Märkte' dies feststellen wollen.

    Ich tippe mal, im Nachgang der Installation einer panatlantischen Freihandelszone wird eine Überschuldungskrise herbeigeREUTERST. Diese fundamentale Krise wird als Anlass genommen, die beiden Währungen Dollar wie auch Euro zu zerbröseln und mit einem neuen ATLANTIK-Dollar zu ersetzen.

    Womit das Ziel der FED-Gang erreicht wäre: Erweiterung des Geldschöpfungsmonopol von den USA auch auf Europa.

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