Anleihen: Zinsen für Spanien deutlich gefallen

Anleihen
Zinsen für Spanien deutlich gefallen

Weitere Erleichterung am Anleihenmarkt: Auf 4,8 Prozent fiel die Rendite für spanische Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren. So niedrig waren sie seit 14 Monaten nicht.
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FrankfurtDie Rendite der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen ist am Freitag auf den niedrigsten Stand seit November 2010 gefallen. Die Rendite der spanischen Zehnjährigen fiel bis auf 4,807 Prozent nach 4,987 Prozent im späten Vortagesgeschäft.

Aufhellend wirkte Händlern zufolge eine erfolgreiche italienische Auktion kurzlaufender Anleihen. Zwei Händler sprachen daneben von einer verstärkten Nachfrage aus Asien. „Einige asiatische Anleger mussten ihre Short-Positionen eindecken“, sagte einer von ihnen.

Italien konnte Papiere mit sechsmonatiger Laufzeit deutlich billiger am Markt platzieren als noch vor einem Monat. Die Zinslast ging zurück auf 1,97 Prozent; noch im Dezember musste Rom 3,25 Prozent zahlen. Die Renditen auf zehnjährige italienische Anleihen fielen daraufhin auf 5,968 Prozent nach 6,072 Prozent im späten Vortagesgeschäft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Also 'tschuldigung, ich höre mir ja gerne gut durchdachte Gegenargumente an, aber das ist unlogisch bis lächerlich und soll wohl eher dumme linksgutmenschliche Resentiments bedienen. Sie konstruieren ein ganz eigenartiges Wirtschaftsbild, dass es eine bestimmte nationale Geldsumme X gibt (gleich einem Währungsschatz), den deutsche Konzerne sich aus den unschuldigen und dummnaiven Piigs-Staaten erschwindelt oder ergaunert haben und dann noch böser in die aufstrebenden Wirtschaften investiert haben. Ist so Ihr Weltbild bzw. Bild von der Funktionsweise der Wirtschaft? Hört sich eher nach einer Mischung aus Verständnis für ein beschränktes Wirtschaftscomputerspiel und merkantilistischer Ideologie an (letzteres hat wenigstens noch historiographischen Wert). Die Tatsache ist: man hat in den Piigs-Ländern auf Teufel komm raus konsumiert und das auf Kredit (ich war öfters länger da, es war eine lange Party). Den Politikern war nur ihr kurzfristiges Einkommen wichtig, nicht das langfristige Wohl der Menschen. Und nun ist der Teufel raus. Ganz klarer Fall von unverantwortlicher Haushaltsführung. Da muss man keine Kapital-Entführungsstory malen.

    Schade, dass ausgerechnet in linken Kreisen dieses intellektuelle Niveau der Auseinandersetzung mit Wirtschaft dominiert und sich über die implizierte Moralkeule natürlich auch wider besseren Wissens bei Gutemenschen verbreitet. Gutmenschen wollen ja auch auf Teufel komm raus auf der moralisch vom Zeitgeist angesagten Seite sein - Moralopportunisten halt... koste es was wolle - und wenn es unsere Wirtschaft von morgen ist - heute als moralischerer Mensch dagestanden ist mehr wert.

  • Hören Sie doch mal diesen Unsinn mit "Deutschland saugt die armen Länder des Südens aus". Es ist doch nicht unsere Schuld wenn da die Löhne ins Nirwana angehoben wurden, wenn die ihre Steuern nicht eintreiben, wenn das ganze Geld was sie über Europa bekommen über Korruption wieder außer Landes geht. Die Länder, insbesondere Italien, Frankreich und auch Spanien sind reich, nur die Staaten sind pleite weil sie von ihrer eigenen Oberschicht ausgesaugt werden. Die lachen doch über die komischen Deutschen welche ihre eigene Infrastruktur vernachlässigen und dafür in Spanien und Portugal tausende Kilometer gratis Autobahnen bauen deren Mauterlöse dann wieder in private Taschen fliessen. Die Länder werden von ihrer eigenen Oberschicht ausgesaugt, nicht von uns.

  • Die enorme Gewinne die vor allem deutsche Konzerne im Euroraum realisiert haben, sind, wegen des starken Euro, zum größten Teil ins Nichteuroausland reinvestiert worden. Es wurden und werden Fabriken in der ganzen Welt gebaut oder gekauft mit Gewinne die im Euroraum realisiert wurden.
    Wir erleben, über den permanenten deutscher Leistungsbilanzüberschuss, eine legale Kapitalflucht vom Euroraum ins Nichteuroausland. Dies überwiegend zum Nachteil der kleineren und schwächeren Euro-Wirtschaften.
    Fast 50% Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Portugal, 30% in Italien, von Griechenland ganz zu schweigen. Diese Länder werden ausgesaugt und leben nur noch von der Substanz.
    Die Verträge müssen schnell so geändert werden dass dies verhindert wird. Die heutige Verträge sind nur für Großkonzerne von Vorteil, für die EU und die Währungsunion sicherlich nicht.
    Das müssen wir, Europäer aller Couleurs und aller Ländern, unbedingt durchsetzen, nur so kann das gerettet werden was noch zu retten ist. Das Sagen in der EU hat z.Z. das Kapital.

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