Anleihen
Zinsen steigen erneut wegen Inflationsangst

An den Kapitalmärkten der Industrieländer sprechen die Indizien für eine Fortsetzung des Zinsanstiegs. Der Markt erwartet, dass die Notenbanken in Europa (EZB) und in den USA (Fed) die Leitzinsen anheben und auch die Bank of Japan Abschied von ihrer Nullzins-Politik nimmt.

FRANKFURT. Obwohl einige US-Konjunkturdaten (müder Immobilienmarkt, schwaches Verbrauchervertrauen) gegen eine restriktivere Geldpolitik sprechen, ist die von Notenbankern geschürte Inflationsangst ein Indiz für eine Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte in dieser Woche.

„Wir glauben nicht, ,,dass die Fed ein Ende des Zinsanhebungszyklus signalisiert“, heißt es bei der Deutschen Bank. Europas Anleihenmarkt blieb nervös, weil Bundesbank-Chef Axel Weber weiter Risiken für die Preisstabilität sieht. So überraschte es nicht, dass die Renditen am Freitag weiter stiegen. Zehnjährige Staatsanleihen warfen in den USA 5,22 (5,21) Prozent und in Europa 4,08 (4,06) Prozent ab. Auffallend war der Anstieg der Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen von 5,24 auf 5,27 Prozent, den höchsten Stand seit Ende 2000. Die sich ausweitende inverse Zinskurve wird aufmerksam beobachtet, da einer solchen Situation in früheren Jahren nicht selten ein Rutsch der US-Wirtschaft in die Rezession folgte.

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