Anleihen
Zinserwartungen drücken europäische Staatsanleihen

Die Kurse europäischer Staatsanleihen haben gestern den zweiten Tag in Folge nachgegeben und für steigende Renditen gesorgt. Grund war die zunehmende Zahl von Anlegern, die sich mit Bondverkäufen für eine straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank positionierten. EZB-Ratsmitglied Marko Kranjec hatte das gegenwärtige Zinsniveau als "noch immer akkomodierend" bezeichnet.

HB FRANKFURT. Steigende Aktienkurse nährten die Zuversicht zur Konjunkturentwicklung im Euroraum. Überraschend schwache Daten zur Industrieproduktion in Deutschland begrenzten die Kursverluste der Staatsanleihen daher nur.

Abwärtsdruck für die Staatspapiere brachte auch ein günstigeres Umfeld für europäische Unternehmensanleihen. Sie galten am Markt wieder als weniger risikobehaftet, da Anleger eine Entspannung am Kreditmarkt erwarteten. Der halbstaatliche US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hatte bei den Aufsichtsbehörden beantragt, mehr Hypotheken aufkaufen zu dürfen.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten drei Basispunkte höher bei 4,35 Prozent. Der Bund-Future fiel auf 112,68 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Treasuries pendelte am Nachmittag um das Vortagesniveau von 4,74 Prozent, da Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend warten. Besonderes Interesse galt möglichen Erklärungen zur Hypothekenkrise. Bloomberg

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%