Anleihen
Zinsphantasie drückt die Renditen

An den Anleihemärkten im Euro-Raum und den USA sind die Renditen am Dienstag weiter gefallen. Dahinter standen Hoffnungen der Marktteilnehmer, dass sowohl die US-Notenbank Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen weiter senken werden, um der schwachen Konjunktur unter die Arme zu greifen.

FRANKFURT. Neue Nahrung erhielten die Zinsspekulationen durch einen Kommentar von EZB-Direktoriumsmitglied José Manuel González-Páramo. Er sagte in einem Zeitungsinterview, dass der Inflationsdruck im Euro-Raum schneller nachlassen werde als erwartet. Investoren sehen die Chancen für eine Zinssenkung der EZB um mehr als einen viertel Prozentpunkt mittlerweile bei 50 Prozent.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um sechs Basispunkte auf 3,95 Prozent an. US-Treasuries gleicher Laufzeit rentierten bei 3,80 Prozent vier Basispunkte niedriger. Der Bund-Future stieg um 43 Basispunkte auf 115,21 Prozent.

Am Primärmarkt nahm Großbritannien 4,75 Milliarden Pfund (6,12 Milliarden Euro) über ein Papier mit Fälligkeit 2011 auf. Griechenland begab eine zehnjährige Anleihe über 1,8 Milliarden Euro. Die zweitgrößte britische Bank Barclays will eine dreijährige Anleihe auflegen, die vom Staat garantiert wird. Die Emission soll ein Volumen von einer Milliarden Pfund haben.

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