Anleihenbericht
Ängste vor Zinserhöhungen belasten Bonds

Spekulationen auf ein Ende der historisch niedrigen Leitzinsen haben am Mittwoch in Europa und den USA die Anleihekurse nach unten gedrückt.

HB FRANKFURT. Am Vorabend hatte bereits Janet Yellen, die Präsidentin der San Francisco Fed, betont, die Fähigkeit der Zentralbank die Geldpolitik zum richtigen Zeitpunkt zu straffen, solle nicht in Zweifel gezogen werden. Dieser Zeitpunkt sei allerdings nicht jetzt.

Hinzu kamen die Äußerungen des britischen Notenbankchefs Mervyn King sowie das Sitzungsprotokoll der Bank of England vom 8. Oktober, demzufolge die Zentralbanker einstimmig die unveränderte Beibehaltung des Wertpapieraufkaufprogramms beschlossen hatten. Strategen bezeichneten die Reaktion des Marktes allerdings als übertrieben.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten acht Basispunkte höher mit 3,31 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es im Gegenzug 58 Basispunkte abwärts auf 121,24 Prozent. In den USA stieg die Rendite der zehnjährigen Treasuries sieben Basispunkte auf 3,41 Prozent.

Am Primärmarkt begab Großbritannien eine 50jährige Anleihe im Volumen von sieben Mrd. Pfund. Eine Anleihe mit so einer langen Laufzeit ist in diesem Jahr noch nicht auf den Markt bekommen. Banker rechnen mit einer Emissionsrendite von zwei Basispunkten über den 2055 fälligen Gilts.

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