Anleihenbericht
Anleger flüchten in Anleihen

An den Anleihemärkten hat die Schweinegrippe am Montag eine Flucht in die Sicherheit ausgelöst. Die Kurse der Staatsanleihen in Europa legten deutlich zu, entsprechend sank die Nachfrage. Anleger befürchten, dass die Auswirkungen der Schweinegrippe die derzeitige Konjunkturflaute verlängern dürften.

HB FRANKFURT. Dazu kamen Äußerungen von US-Regierungsberater Lawrence Summers, der „für einige Zeit“ ein weiteres Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes in den USA erwartet. Zehnjährige Treasuries rentierten fünf Basispunkte niedriger mit 2,94 Prozent.

In Europa dürften die in dieser Woche anstehenden Zins- und Kapitalrückzahlungen von Anleihen eine Rolle spielen. ING Groep beziffert sie auf 50 Mrd. Euro, während lediglich 20 Mrd. Euro an neuen Papieren auf den Markt kommen dürften. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank sieben Basispunkte auf 3,12 Prozent, für den Terminkontrakt Bund-Future ging es im Gegenzug 51 Basispunkte nach oben auf 122,98 Prozent.

Am Primärmarkt platzierte Italien eine Nullkuponanleihe mit Fälligkeit 2011, Volumen drei Milliarden Euro. Belgien beschaffte sich in drei Tranchen mit Laufzeiten bis 2012, 2015 und 2019 insgesamt 3,5 Mrd. Euro. Für den Abend kündigten die USA eine Emission von zweijährigen Treasuries im Volumen von 40 Mrd. Dollar an.

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