Anleihenbericht
Anleger halten Renditeanstieg für übertrieben

An den Anleihemärkten im Euro-Raum und den USA sind am Montag die Kurse geklettert. Die Renditen, die sich invers zu den Kursen bewegen, fielen deutlich. Angesichts der Kursverluste an den Aktienmärkten waren die als sicher geltenden Staatspapiere wieder gefragt. Außerdem sind Anleger zu dem Schluss gekommen, dass der Renditeanstieg in der vergangenen Woche überzogen sei.

FRANKFURT. In den USA wurde die Aufwärtsbewegung bei den Bondkursen gebremst, da anstehende große Emissionen am Primärmarkt Liquidität abschöpfen. Das Finanzministerium will in den nächsten Tagen 65 Mrd. Dollar in drei Tranchen beschaffen. Immer mehr Anleger am US-Bondmarkt preisen zudem eine Zinserhöhung zum Ende des Jahres ein. Händler sehen die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im November bei 56 Prozent, verglichen mit 26 Prozent vor einer Woche.

Zehnjährige US-Treasuries rentierten bei 3,81 Prozent zwei Basispunkte niedriger. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab sechs Basispunkte auf 3,67 Prozent nach. Der Bund-Future, das Stimmungsbarometer am Terminmarkt, zog um 67 Basispunkte auf 118,33 Prozent an. Am Primärmarkt plant Thyssen Krupp Konsortialkreisen zufolge ein fünfjähriges Papier im Volumen von einer Milliarde Euro. Zudem wollen RWE und BP den Bondmarkt anzapfen.

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