Anleihenbericht
Anleger verschmähen Staatspapiere

Die Risikobereitschaft der Anleger ist am Donnerstag wieder gestiegen. Sie setzten weniger auf die als sicher geltenden Staatsanleihen. Das führte zu Kursverlusten und Renditeanstiegen an den Bondmärkten in den USA und im Euro-Raum.

HB FRANKFURT. Eine Reihe von Faktoren war dafür verantwortlich, beispielsweise die Zinssenkungen in den USA und Asien, die weltweit steigenden Aktienkurse und die BIP-Zahlen aus den USA (siehe Devisen). Außerdem gibt es Anzeichen, dass sich die Lage am Kreditmarkt entspannt. So ist der Interbanken-Satz für Dollar-Ausleihungen auf ein Rekordtief gesunken. Die Kurse der US-Treasuries litten zudem unter dem neuen Material, das auf den Markt kam. Die USA nahmen am Donnerstag 24 Mrd. Dollar über fünfjährige Papiere auf. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten bei 3,92 Prozent sechs Basispunkte höher. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zog um zwei Basispunkte auf 3,81 Prozent an. Der Terminkontrakt Bund-Future büßte 20 Basispunkte auf 116,74 Prozent ein.

Am Primärmarkt wurde am Donnerstag eine zehn- und eine dreißigjährige Anleihe vom US-Telekomkonzern Verizon erwartet. Der IT-Dienstleister IBM will erstmals seit 2006 eine Anleihe in Euro auflegen. Italien hat den Markt mit drei Papieren im Gesamtvolumen von 6,859 Mrd. Euro angezapft.

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