Anleihenbericht
Anstehende Emissionsflut schürt Sorgen

Am Anleihemarkt haben die Renditen am Dienstag leicht zugelegt. Die überwiegenden Verkaufsorders für US-Staatsanleihen sahen Händler in der Hoffnung begründet, dass sich die globale Rezession als weniger schlimm erweist als Volkswirte erwartet haben.

HB FRANKFURT. Optimistisch stimmte die Nachricht, dass die Anlageinvestitionen in China überraschend stark zugenommen haben. Zehnjährige US-Staatstitel rentierten einen Basispunkt höher bei 3,18 Prozent.

Am europäischen Rentenmarkt drückte zum einen die Aussicht auf anstehende Neuemissionen etwas auf die Kurse und sorgte für steigende Renditen. Die Länder des Euroraums wollen ING zufolge in diesem Jahr beispiellose 845 Mrd. Euro am Rentenmarkt beschaffen, um ihre Staatshilfen für die Konjunktur und den Bankensektor zu finanzieren. Für Verkaufsorders dürfte zudem der Umstand gesorgt haben, dass die Verbraucherpreise in Deutschland stärker als erwartet gestiegen sind. Steigende Preise mindern den Realertrag von Bonds. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg einen Basispunkte auf 3,39 Prozent. Der Bund-Future sank auf 120,77 Prozent.

Am Primärmarkt platzierte Finnland eine zehnjährige Anleihe über eine Mrd. Euro. Aus den Niederlanden kam ein dreijähriges Papier über drei Mrd. Euro. Die KfW Bankengruppe beschaffte fünf Mrd. Euro.

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