Anleihenbericht
Aufschwung der Kurse wird gestoppt

Nach der Zinssenkung der australischen Notenbank am Dienstag sind die Anleihekurse in Europa und den USA unter Druck geraten. Immer mehr Anleger gehen von fallenden Zinsen aus. Sie erwarten, dass weitere Notenbanken mit Zinssenkungen versuchen werden, einer weltweiten Rezession Einhalt zu gebieten.

HB FRANKFURT. Australien hat am Dienstag die Leitzinsen um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent gesenkt. Das ist größte Zinssenkung seit 1992. Der Bund-Future sank 20 Basispunkte auf 116,97 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 3,77 Prozent etwas höher. Stärker kletterten die Renditen zehnjähriger US-Treasuries, sie zogen um sechs Basispunkte auf 3,52 Prozent an. Die US-Notenbank hatte angekündigt, sie werde Commercial Paper über eine Zweckgesellschaft kaufen, um die Kurzfristzinsen nach unten zu bringen. Damit kam bei den US-Staatspapieren die längste Kursrally seit einem Monat zum Stillstand. Es sei allerdings nach Aussage von Händlern noch zu früh, von einem Ende der Flucht in sichere Staatsanleihen zu sprechen.

Am Primärmarkt kündigte Dänemark eine dreijährige Dollaranleihe an. Das Volumen war nach Angaben aus Emissionskreisen noch offen. Norwegens Notenbank will drei Mrd. Kronen (358 Mill. Euro) über dreijährige Papiere beschaffen.

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