Anleihenbericht
Aussicht auf Neuemissionen treibt Renditen

An den Rentenmärkten beiderseits des Atlantiks haben die Verkaufsorders zum Wochenstart deutlich überwogen. Während in den USA Händler eine verstärkte Staatsverschuldung erwarten, verließen in Europa manche Anleger angesichts der Hilfen für den US-Finanzsektor die Sicherheit von Staatsanleihen.

FRANKFURT. In den USA erwarten Händler eine verstärkte Staatsverschuldung, nachdem Washington ein großvolumiges Stützungspaket für die Finanzwirtschaft angekündigt hat. Gibt das US-Finanzministerium mehr Treasuries aus, würde dies am Sekundärmarkt Mittel abschöpfen. Das Brokerhaus Wrightson ICAP erwartet, dass in diese Woche zweijährige Papiere im Rekordvolumen von 33 Mrd. Dollar begeben werden.

In Europa verließen manche Anleger angesichts der Hilfen für den US-Finanzsektor die Sicherheit von Staatsanleihen. Die G7-Staaten erklärten, alle notwendigen Schritte für eine größere Stabilität des Finanzsektors zu ergreifen. Besonders stark gerieten britische Gilts unter Druck, da Anleger auch im Vereinigten Königreich eine verstärkte Neuverschuldung befürchten. Schatzkanzler Alistair Darling hatte ausgeschlossen, das Haushaltsdefizit durch Sofortmaßnahmen zu begrenzen.

US-Treasuries mit zehn Jahren Laufzeit wurden deutlich billiger. Die Rendite stieg fünf Basispunkte auf 3,87 Prozent. Der Bund-Future fiel auf 113,12 Prozent, zehnjährige Bundesanleihen rentierten fünf Basispunkte höher bei 4,26 Prozent. Die Rendite von Gilts dieser Laufzeit stieg acht Basispunkte.

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