Anleihenbericht
Bondmärkte geraten erneut unter Druck

Am europäischen Rentenmarkt haben die Kurse den vierten Tag in Folge nachgegeben. Verkaufsdruck brachten Neuemissionen, die Liquidität abschöpften.

FRANKFURT. Die Bundesfinanzagentur stockte eine zehnjährige Anleihe um 3,8 Mrd. Euro auf. Die Nachfrage der Anleger an den Papieren war mehr als doppelt so groß wie das Angebot und damit deutlich höher als bei vorangegangenen Auktionen. Nordrhein-Westfalen beschaffte sich insgesamt 2,3 Mrd. Euro über Bonds in drei Tranchen. Spanien begab zwei Langläufer mit Fälligkeiten 2019 und 2040 im Gesamtvolumen von 4,3 Mrd. Euro. Großbritannien kündigte an, im Fiskaljahr ab April die Rekordsumme von 147,9 Mrd. Pfund beschaffen zu wollen.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte höher bei 3,21 Prozent. Der Bund-Future sank auf 122,38 Prozent.In den USA legten die Bondkurse zu; zehnjährige Treasuries rentierten vier Basispunkte niedriger bei 2,97 Prozent. Händlern zufolge stellten manche Investoren Leerverkäufe glatt, mit denen sie auf sinkende Bondkurse gewettet hatten.

Am Primärmarkt beschaffte sich Swisscom 1,25 Mrd. Franken. Bankkreisen zufolge arbeiten der Ölriese Shell, der Bergbaukonzern BHP Billiton, der Chemiekonzern Akzo Nobel und die Verlagsgruppe Reed Elsevier derzeit an Großemissionen.

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