Anleihenbericht
Bondrenditen klettern kräftig

Die als sicher geltenden Anleihen sind am Donnerstag aus einer Reihe von Gründen bei den Anlegern nicht gefragt gewesen. Dafür sorgten unter anderem beruhigende Nachrichten von US-Finanzminister Timothy Geithner, gute Daten vom US-Arbeitsmarkt und auch gute Nachrichten aus Deutschland.

FRANKFURT. US-Finanzminister Timothy Geithner hatte erklärt, die Ergebnisse der Stresstests für die Banken seien beruhigend, was vom Markt erleichtert aufgenommen wurde. Außerdem mehren sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Besserung. So sind in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten gefallen. In Deutschland ist der Auftragseingang in der Industrie im März um 3,1 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten mit einem Rückgang gerechnet. Außerdem hat die Europäische Zentralbank erwartungsgemäß den Leitzins auf ein Prozent gesenkt.

Auch drückte das Material an neuen Papieren, das an den Markt kam, auf die Anleihekurse. Frankreich nahm acht Mrd. Euro in vier Tranchen auf. Spanien beschaffte knapp vier Mrd. Euro über zwei Papiere. In den USA stand eine Emission von 30 jährigen Treasuries im Volumen von 14 Mrd. Dollar an.

Zehnjährige Treasuries rentierten am Nachmittag bei 3,24 Prozent fünf Basispunkte höher. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte um 16 Basispunkte auf 3,39 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future gab 1,33 Prozentpunkte auf 120,76 Prozent nach.

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