Anleihenbericht
Bonds bringen hohe Erträge im ersten Quartal

An den Anleihemärkten flüchteten die Anleger gestern erneut in die als sicher geltenden Staatsanleihen. Das trieb die Bondkurse nach oben und die Renditen nach unten. Investoren fürchteten weitere Abschreibungen bei Banken und Verluste an den Aktienmärkten.

HB FRANKFURT. Für Bewegung sorgten außerdem neue Konjunkturdaten. Dabei belasteten die Euro-Raum so stark wie seit knapp 16 Jahren nicht mehr gestiegenen Verbrauchepreise die Anleihen nur kurz. Gestützt wurden die Bonds durch das Verbraucher- und Geschäftsvertrauen, das stärker als erwartet sank. Die Daten zeigen das Dilemma der Europäischen Zentralbank (EZB), die sich Forderungen nach Zinssenkungen angesichts des steigenden Inflationsdrucks widersetzt hat. So betonte EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen, dass die Inflationserwartungen gestiegen seien, während sich die Wachstumsaussichten eingetrübt hätten.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank vier Basispunkte auf 3,90 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries rentierten bei 3,41 Prozent deutlich niedriger. Der Bund-Future zog 22 Basispunkte auf 115,95 Prozent an.

Die Anleihen in Europa steuern auf den größten Quartalsgewinn seit fünfeinhalb und in den USA seit 13 Jahren zu. So haben US-Treasuries in den ersten drei Monaten dieses Jahres laut Merrill Lynch einen Ertrag von 4,7 Prozent gebracht.

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