Anleihenbericht
Deutsche Bonds leiden unter Inflationsdaten

Überraschend hohe Inflationsdaten aus Deutschland und den USA haben am Mittwoch auf beiden Seiten des Atlantiks die Anleihekurse belastet. In den USA sorgten allerdings im Tagesverlauf Befürchtungen neuer Kreditverluste für Rückenwind bei den Bondkursen, so dass Treasuries am Nachmittag höher notierten.

HB FRANKFURT. In Deutschland sind die Produzentenpreise im Januar mit einer Jahresrate von 3,3 Prozent gestiegen, was eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) in weitere Ferne rückt. EZB-Ratsmitglied Nicholas Garganas zeigte sich über die Teuerung besorgt und betonte das Bestreben der Zentralbank, Zweitrundeneffekte bei den Verbraucherpreisen zu vermeiden. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg zwei Basispunkte auf 4,01 Prozent. Im Gegenzug sank der Bund-Future 28 Basispunkte auf 115,93 Prozent.

In den USA sind die Verbraucherpreise im Januar in der Kernrate 0,3 Prozent gestiegen, so stark wie zuletzt im Juni 2006. Das dürfte den Spielraum der Federal Reserve Bank für weitere Zinssenkungen beschneiden. Bei 3,88 Prozent rentierten zehnjährige Treasuries zwei Basispunkte niedriger.

Am Primärmarkt begab das Land Niedersachsen eine zehnjährige Jumbo-Landesschatzanweisung im Volumen von 1,25 Mrd. Euro. Baden-Württemberg platzierte ein zehnjähriges Papier über 500 Mill. Euro.

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