Anleihenbericht
Die Anleger flüchten in Staatsanleihen

Am Anleihemarkt haben gestern beiderseits des Atlantiks die Kurse zugelegt. In Europa befürchten Anleger, die neuen Spitzen beim Euro könnten die Konjunktur bremsen, und suchten die Sicherheit von Staatspapieren. Nach Ansicht der Commerzbank stützt die Euro-Stärke Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins doch senken wird.

FRANKFURT. Sollten Konjunkturdaten zudem zeigen, dass die Leitzins-Senkungen in den USA die Konjunktur nur wenig angekurbelt haben, dürfte auch die EZB eine Lockerung der Zinspolitik kaum vermeiden können, sagte Bondstratege Peter Müller. Zehnjährige Bundesanleihen notierten leichter, die Rendite ging sechs Basispunkte zurück auf 4,02 Prozent. Der Bund-Future legte 54 Basispunkte zu.

In den USA schürten schwache Konjunkturdaten und Rekordverluste beim Hypothekenfinanzierer Freddie Mac weitere Rezessionsängste und trieben die Nachfrage nach Treasuries. Das Wirtschaftswachstum der USA war im vierten Quartal mit nur noch 0,6 Prozent überraschend schwach. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries gab zehn Basispunkte nach auf 3,74 Prozent. Auch fünfjähriger Papiere rentierten deutlich niedriger, obwohl am Abend in einer großvolumigen Emission Treasuries dieser Laufzeit an den Markt gebracht wurden.

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