Anleihenbericht
Düstere Prognose der Weltbank drückt Renditen

Befürchtungen zur Konjunkturentwicklung haben die Nachfrage nach Staatsanleihen zum Wochenstart angekurbelt und für sinkende Renditen gesorgt. Für ein verstärktes Sicherheitsstreben der Anleger sorgte vor allem eine düstere Konjunkturprognose der Weltbank.

HB FRANKFURT. Die Weltbank-Experten befürchten, dass die Wirtschaftskraft der Welt im Gesamtjahr 2009 um 2,9 Prozent zurückgeht und damit fast doppelt so stark schrumpft wie bisher erwartet. Besonders die Schwellenländer dürften unter Druck geraten, hieß es aus Washington. Die Wachstumsprognose für 2010 wurde von 2,3 auf zwei Prozent gesenkt. Vor diesem Hintergrund verpuffte der besser als erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex an den Märkten.

Zehnjährige US-Anleihen rentierten fünf Basispunkte niedriger bei 3,73 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank um drei Basispunkte auf 3,45 Prozent. Der Bund-Future gewann 42 Basispunkte auf 120,11 Prozent. "Risikoscheu ist das Thema am Markt", sagt Bondstratege Karsten Linowski von Credit Suisse. Anleger schichteten in Anleihen um, weil eine größere Korrektur am Aktienmarkt möglich sei. Die Kurse der US-Bonds erhielten auch durch einen Kauf der US-Notenbank Auftrieb. Um die Liquidität am Finanzmarkt zu erhöhen, erwarb die Federal Reserve Staatsanleihen mit Laufzeiten bis 2013 und 1016.

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