Anleihenbericht
Emissionen bremsen den Renditerückgang

Anders als am Vortag haben am Donnerstag auch langlaufende Staatsanleihen der Euro-Zone von den wieder zunehmenden Konjunktursorgen profitiert. Auslöser waren der größte Rückgang der Industrieproduktion seit 34 Jahren und der auf den niedrigsten Stand seit 1990 abgerutschte Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia.

HB FRANKFURT. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 4,07 Prozent, der Terminkontrakt Bund-Future legte um 0,43 Prozentpunkte auf 114,43 Prozent zu. Gebremst wurde der Renditeanstieg durch die Aussicht darauf, dass auch die Regierungen in Europa mehr Anleihen begeben werden, um die staatlichen Rettungspakete für die Banken zu refinanzieren. Spanien, Schweden und Frankreich kündigten an, Staatsanleihen über viele Milliarden mit Laufzeiten zwischen zwei und 30 Jahren zu begeben oder aufzustocken. In den USA steht die nächste Refinanzierungsrunde am 5. November an. Mit Blick auf die USA hieß es bei der auf Staatsfinanzen spezialisierten Beratungsfirma Wrightson Icap, es werde mehr Auktionen für zehnjährige Treasuries geben. Zudem sei die Wiederaufnahme der Emissionen drei- und siebenjährigen Bonds wahrscheinlich. Langlaufende US-Treasuries rentierten am Donnerstag kaum verändert, nachdem die Rendite am Vortag deutlich gesunken war.

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