Anleihenbericht
Emissionen treiben Bondrenditen an

Eine rege Emissionstätigkeit der Staaten und die steigenden Kurse an den Aktienmärkten haben am Donnerstag die Anleihekurse in Europa und den USA gedrückt. Die Renditen zogen entsprechend an.

HB FRANKFURT. So beschaffte sich Italien gut zehn Mrd. Euro in drei Tranchen mit Laufzeiten bis 2012, 2016 und 2019. "Die europäischen Anleihen werden derzeit vom Angebot und der Entwicklung an den Aktienmärkten getrieben", kommentierte David Schnautz, Zinsstratege bei der Commerzbank in Frankfurt. Am Nachmittag holten Bundesanleihen die Verluste größtenteils wieder auf und rentierten kaum verändert mit 3,43 Prozent. Der Bund-Future gewann 14 Basispunkte auf 120,98 Prozent.

Bei den zehnjährigen Treasuries lag die Rendite drei Basispunkte höher bei 3,69 Prozent. Die USA haben für den Abend eine Auktion siebenjähriger Anleihen im Rekordvolumen von 28 Mrd. Dollar angekündigt, was das Emissionsvolumen dieser Woche auf 115 Mrd. Dollar bringt - ebenfalls ein Rekord. Bei den Auktionen der beiden vergangenen Tage kamen die Bonds jeweils mit einer höheren Rendite als erwartet auf den Markt. Investoren sehen dies als Anzeichen, dass der Markt die rekordhohen Emissionen nicht mehr so stark nachfragt wie bei der vorhergehenden Finanzierungsrunde vor einem Monat.

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