Anleihenbericht
Europas Anleihen bleiben unter Druck

An Europas Anleihemärkten sind die Kurse am Donnerstag gefallen, die Renditen zogen an. „Es gab diese Woche sehr viel Angebot, das drückt die Preise und die negative Korrelation mit den Aktienmärkten belastet den Markt zusätzlich“, sagte Bondanalyst Wilson Chin von ING in Amsterdam.

HB FRANKFURT. Frankreich platzierte am Donnerstag Anleihen über knapp acht Milliarden Euro mit Laufzeiten von zwei und fünf Jahren, Spanien beschaffte am Primärmarkt 2,45 Mrd. über zehn Jahre. In Deutschland könnten vor Jahresende zusätzliche Emissionen anstehen.

Der Geschäftsführer der Bundesfinanzagentur, Carl Heinz Daube, erklärte im Interview mit Bloomberg News, eine weitere Fremdwährungsanleihe sei denkbar, abhängig von den Marktbedingungen. „Die Dollaranleihe am Montag war der Deal des Jahres für mich“, so Daube. Über inflationsgeschützte Bundesanleihen werde in den nächsten drei Monaten entschieden, fügte er hinzu.

Im Unternehmenssegment gab der Kalikonzern K+S fünfjährige Anleihen über 750 Mio. Euro aus. GE Capital kündigte eine Emission über 1,5 Mrd. Euro mit Fälligkeit im Januar 2020 an. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten einen Basispunkt höher bei 3,35 Prozent. Der Bund-Future sank auf 120,53 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel vier Basispunkte auf 3,43 Prozent.

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