Anleihenbericht
Finanzmarktkrise treibt Investoren in Staatsanleihen

Die Negativmeldungen um Lehman Brothers und Merrill Lynch haben am Montag Investoren auf beiden Seiten des Atlantiks in die relative Sicherheit von Staatsanleihen getrieben. Dazu kommt, dass Händler zu 90 Prozent damit rechnen, dass die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins von derzeit zwei Prozent heute senken wird. Dies belegen Daten vom Terminmarkt.

HB FRANKFURT. Die Rendite zweijähriger US-Treasuries, die besonders sensibel auf Zinserwartungen reagieren, fiel so stark wie seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr und sackte erstmals seit April unter die Marke von zwei Prozent. Die Papiere rentierten zeitweise 42 Basispunkte niedriger bei 1,78 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Treasuries brach 18 Basispunkte ein auf 3,54 Prozent. In Europa sank die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen 16 Basispunkte auf 4,02 Prozent. Der Terminkontrakt Bund Future kletterte 126 Basispunkte auf 115,21 Prozent.

Bei Unternehmensanleihen stiegen die Kosten für die Absicherung gegen einen Zahlungsausfall. Ein Index von JPMorgan Chase, der als Maß für die Risikowahrnehmung am Markt gilt, kletterte auf ein Rekordhoch. Anleger kümmerten sich in Phasen wie dieser jedoch weniger um Renditen als vielmehr um die Frage, ob sie ihr Geld überhaupt wiedersehen, sagte Bondexperte David Keeble von Calyon.

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