Anleihenbericht
Flucht in Staatsanleihen stützt Kurse

Auf beiden Seiten des Atlantiks haben die Anleihekurse am Donnerstag zugelegt. Konjunkturbedenken hielten den Markt im Griff und motivierten Investoren dazu, weiter auf die Sicherheit von Staatspapieren zu setzen. Die Liquidation von drei Investmentfonds der Bank Lehman Brothers nährte Befürchtungen, dass sich die Verluste am Kreditmarkt ausweiten werden.

HB FRANKFURT. Kommentare der Europäischen Zentralbank brachten zusätzliche Besorgnis: Notenbankchef Jean-Claude Trichet erklärte, die Unsicherheit zum Konjunkturausblick bleibe außergewöhnlich hoch. Die Turbulenzen am Finanzmarkt könnten länger dauern und stärkere Folgen haben als bislang angenommen.

Zehnjährige Bundesanleihen wurden etwas teurer, die Rendite sank sechs Basispunkte auf 3,94 Prozent. Der Bund-Future legte 70 Basispunkte zu auf 115,61 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank leicht auf 3,47 Prozent. Zunehmende Kauforders haben die Renditen in diesem Jahr erheblich gedrückt. Zehnjährige Treasuries rentieren derzeit 55 Basispunkte niedriger als zum Jahresbeginn. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist 35 Basispunkte gesunken. Mit jeder weiteren schlechten Nachricht werde die Flucht in Qualität zunehmen und die Bondrally weiter voranschreiten, erwartet Bondhändler Brant Carter vom US-Brokerhaus Morgan Keegan.

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