Anleihenbericht
Inflationssorgen belasten den Bondmarkt

Inflationssorgen bestimmen weiter das Geschehen an den Anleihemärkten in Europa und den USA. Erneute Inflationssignale haben die Anleihekurse in Europa gestern unter Druck gebracht. Entsprechend stiegen die Renditen. Die Europäische Zentralbank (EZB) meldete, die Geldmenge M3 habe im April um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugenommen.

HB FRANKFURT. Marktteilnehmer waren von einem Plus von 10,3 Prozent ausgegangen. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten neun Basispunkte höher bei 4,43 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future notierte bei 111,65 Prozent 69 Basispunkte leichter.

Äußerungen von Vertretern der US-Notenbank sorgten in den USA für steigende Anleiherenditen. Richard Fisher, Präsident der Federal Reserve Bank of Dallas, hatte Zinserhöhungen wegen steigender Inflationserwartungen angekündigt (siehe Devisen). Gary Stern, Präsident der Minneapolis Fed, bezeichnete die Inflation als zu hoch. Am Nachmittag belasteten zusätzlich starke Daten zum US-Wirtschaftswachstum die Anleihekurse. Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg acht Basispunkte auf 4,08 Prozent.

Am Primärmarkt begab Italien Anleihen über 6,25 Mrd. Dollar in Tranchen mit vier, fünf und zehn Jahren Laufzeit. Die USA platzierten fünfjährige Treasuries mit einem Volumen von 19 Mrd. Dollar.

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