Anleihenbericht
Inflationssorgen in Europa halten die Rendite hoch

Die Anleihekurse in Europa sind wenig verändert in die neue Woche gestartet. Händler erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts des erneut gestiegenen Ölpreises weiterhin die Inflationsbekämpfung in den Vordergrund stellen und die Leitzinsen nicht senken wird.

HB FRANKFURT. Bestärkt wurden sie in ihrer Haltung durch Äußerungen von Jean-Claude Trichet. Der EZB-Chef sagte im Interview mit dem britischen Sender BBC, die Fehler der 70er Jahre dürften nicht wiederholt werden. Damals hatte der Ölpreisschock eine Lohn-Preis-Spirale ausgelöst.

Wie stark der Markt die Wetten auf Zinssenkungen zurückgenommen hat, illustriert die Entwicklung der zweijährigen Bundesanleihen. Seit Mitte März haben sie deutlich an Wert verloren. Entsprechend klettert die Rendite, sie lag mit 3,98 Prozent knapp unter einem Fünfmonatshoch. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten etwas höher bei 4,2 Prozent, der Future sank auf 113,31 Prozent.

In den USA gehen Bondhändler verstärkt davon aus, dass nachlassendes Wirtschaftswachstum die Inflation im Zaum halten wird und somit keine neuen Zinssenkungen nötig werden. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank auf 3,84 Prozent. Am Primärmarkt will der französische Baustoffkonzern Lafarge drei und siebenjährige Bonds platzieren, verlautete aus Bankkreisen.

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