Anleihenbericht
Investoren ringen um die richtige Bond-Strategie

Am US-Rentenmarkt haben die Renditen am Donnerstag um den Vortagesstand gependelt. Zehnjährige Treasuries rentierten am Nachmittag bei 3,70 Prozent. Im Verlauf des Halbjahres sind die Bonds deutlich billiger geworden, zum Jahreswechsel lag die Rendite noch bei rund zwei Prozent.

HB FRANKFURT. „Am Treasury-Markt sind derzeit zwei entgegen gesetzte Kräfte am Wirken“, erklärte Bondstratege Peter Müller von der Commerzbank. Einerseits habe die US-Notenbank entschieden, ihre Wertpapierkäufe nicht auszudehnen, zudem gebe es am Markt die Ansicht, dass die konjunkturelle Talfahrt den Boden erreicht hat. Beides führe zu Bondverkäufen und treibe die Renditen.

„Andererseits gibt es auch viele Investoren, die nicht an eine Konjunkturerholung glauben“, sagte Müller. Sie kauften sichere Staatsanleihen, zumal die Renditeniveaus gegenwärtig attraktiv seien. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten etwas niedriger bei 3,43 Prozent. Der Bund-Future stieg leicht auf 120,51 Prozent.

Am Primärmarkt gaben die USA siebenjährige Bonds im Volumen von 27 Mrd. Dollar aus. Italien platzierte eine Nullkuponanleihe im Volumen von vier Mrd. Euro mit zwei Jahren Laufzeit. Der Versorger RWE plant Bankkreisen zufolge Pfund-Anleihen mit Laufzeiten von 13 und 30 Jahren im Volumen von 1,5 Mrd. Pfund.

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