Anleihenbericht
Investoren ziehen sich aus Bonds zurück

Die Kurse an den Anleihemärkten in Europa haben am Montag auf Grund von Inflationssorgen die Talfahrt der vergangenen Woche fortgesetzt. Entsprechend kletterten die Renditen. Investoren gehen davon aus, dass die Inflation die Nachfrage nach den sicheren Staatspapieren belastet.

HB FRANKFURT. Im Juni hatten die Erzeugerpreise in Deutschland 6,7 Prozent angezogen. Steigende Preise schmälern den Realertrag der Anleihen. Zudem wächst laut Dresdner Kleinwort der Druck auf die Europäische Zentralbank, die Zinsen erneut nach oben anzupassen. Zinsstratege Daniel Pfändler rechnet damit, dass die Währungshüter den Leitzins bis September von 4,25 Prozent auf 4,5 Prozent anheben werden. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg zum Wochenbeginn um vier Basispunkte auf 4,61 Prozent. Der Terminkontrakt Bund Future gab 51 Basispunkte nach auf 110,33 Prozent.

Auch jenseits des Atlantiks mehren sich die Anzeichen, dass die Notenbanker der Inflationsbekämpfung größeres Gewicht beimessen. In den USA warnte Gary Stern, der Fed-Präsident von Minneapolis, die amerikanische Notenbank könne mit einer Anhebung des Leitzinses nicht darauf warten, bis die Finanzmärkte sich normalisiert hätten. US-Treasuries rentierten am Montagnachmittag bei 4,09 Prozent leicht höher.

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