Anleihenbericht
Konjunkturangst sorgt für Zinsrückgang

An den Anleihemärkten beiderseits des Atlantiks haben am Mittwoch Konjunkturbedenkenden den Trend bestimmt. Die Kurse stiegen, entsprechend fielen die Renditen. In den USA waren Arbeitsmarktdaten und der ISM-Dienstleistungsindex vom Oktober deutlich schwächer ausgefallen als erwartet.

HB FRANKFURT. Der Wahlsieg von Barack Obama bei den US-Präsidentschaftswahlen bremste die Kursgewinne jedoch. Bondexperten gehen davon aus, dass Investoren in der Hoffnung auf eine Konjunkturverbesserung künftig auf höher verzinslichere Anlagen setzen - das würde zu Lasten der Bondkurse gehen, die auch wegen der hohen US-Emissionstätigkeit unter Druck geraten dürften. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel zwei Basispunkte auf 3,70 Prozent.

In Europa waren die Dienstleistungsindizes im Euro-Raum und in Deutschland im Oktober stärker zurückgegangen als befürchtet. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten drei Basispunkte niedriger bei 3,77 Prozent. Der Terminkontrakt Bund Future legte 34 Basispunkte zu auf 117,02 Prozent. Am Primärmarkt gaben die USA bekannt, nächste Woche Anleihen über 55 Mrd. Dollar (42,6 Mrd. Euro) zu begeben. Dabei will Washington erstmals seit Mai 2007 auch wieder dreijährige Papiere auf den Markt bringen. Japan beschaffte indes 1,906 Billionen Yen (14,9 Mrd. Euro) über zehnjährige Anleihen.

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