Anleihenbericht
Konjunkturangst treibt die Bondkurse

Die Anleihekurse haben zum Wochenstart deutlich zugelegt. In Europa steigerten enttäuschende Konjunktursignale die Neigung, auf die Sicherheit von Staatspapieren zu setzen. In Frankreich und Italien hat die Industrieproduktion im März nachgelassen. Am US-Bondmarkt verwiesen Händler einerseits auf attraktive Renditeniveaus, die Investoren zu Bondkäufen veranlasst hätten.

HB FRANKFURT. Anleger spekulierten zudem darauf, dass die US-Notenbank ihre Bondkäufe ausdehnen wird. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten fünf Basispunkte niedriger bei 3,39 Prozent. Der Bund-Future stieg auf 119,21 Basispunkte. Die Rendite von US-Treasuries mit zehn Jahren Laufzeit sank sieben Basispunkte auf 3,22 Prozent.

„Der Umschwung im Verbraucherverhalten und der fortgesetzte Schuldenabbau bei Haushalten und Unternehmen dürfte die wirtschaftliche Aktivität über lange Zeit belasten“, sagte Zinsstratege Charles Diebel von Nomura. „Die optimistische Sicht auf risikoreichere Anlageformen wird sich als schwacher Zug erweisen, der aus der Angst resultierte, eine Rally zu verpassen.“

Am Primärmarkt sorgte die Nachricht für Interesse, dass Microsoft erstmals in der Unternehmensgeschichte Anleihen begeben will. Die geplante Emission soll ein Volumen von mindestens 500 Mio. Dollar haben.

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