Anleihenbericht
Konjunkturdatendrücken Bondrenditen

Am europäischen Rentenmarkt haben die Kurse am Donnerstag erstmals in dieser Woche zugelegt, die Renditen gaben deutlich nach. Bondanalyst David Schnautz von der Commerzbank verwies darauf, dass der größte Teil der Neuemissionen in dieser Woche vorüber sei. Der Markt habe sich deshalb wieder auf die fundamentale Wirtschaftslage konzentriert.

FRANKFURT. „Die Daten legen nahe, dass es mit der Konjunktur rapide bergab geht“, so Schnautz. „Es gibt noch immer eine Menge schlechter Nachrichten.“ Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, dass die Industrieproduktion Deutschlands im Januar um beispiellose 7,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau lag. Die Nachfrage nach den deutschen Exportgütern ist infolge der globalen Rezession abgesackt. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten sieben Basispunkte niedriger bei drei Prozent. Der Bund-Future stieg um 65 Basispunkte auf 124,46 Prozent.

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries pendelte um das Vortagesniveau von 2,90 Prozent. Zwar gab es erneut schlechte Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt, die zur Flucht in Staatspapiere motivierten. Eine weitere große Neuemission schöpfte am Markt allerdings Liquidität ab. Die USA beschafften am Abend elf Mrd. Dollar über eine Emission von Anleihen mit 30 Jahren Laufzeit.

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