Anleihenbericht
Konjunktursorgendrücken Renditen am Bondmarkt

Neue Bedenken hinsichtlich der US-Konjunktur haben am Donnerstag das Sicherheitsbedürfnis der Kapitalanleger erhöht und die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen angekurbelt. Zehnjährige US-Treasuries verteuerten sich merklich. Die Rendite sank vier Basispunkte und erreichte mit 3,89 Prozent ein Monatstief.

HB FRANKFURT. Für die Konjunkturängste sorgten unter anderem die wöchentlichen US-Arbeitsmarkdaten. Die Zahl der Arbeitslosenhilfe-Empfänger näherte sich einem Fünfjahres-Hoch. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung liegt mit 450 000 ebenfalls auf einem bedenklichem Niveau. Volkswirte betrachten einen längerfristigen Wert von über 400 000 als Rezessionsanzeichen. Auch vom US-Immobilienmarkt gab es schlechte Nachrichten: Die Zahl der zwangsversteigerten Eigenheime lag im Juli fast dreimal so hoch wie im Vorjahr.

Am europäischen Bondmarkt hielten sich Käufe und Verkäufe die Waage. Nach einer dreiwöchigen Kursrally lag der Bund-Future unverändert bei 114,03 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 4,20 Prozent nahezu auf Vortagesniveau. Schlechte Konjunkturnachrichten aus Europa waren am Rentenmarkt anscheinend weitestgehend eingepreist. Im zweiten Quartal ist sowohl in Deutschland als auch in Frankreich das Bruttoinlandsprodukt geschrumpft.

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