Anleihenbericht
Kurzlaufende Bonds sind gefragt

Schwache Konjunkturdaten haben am Montag die Anleihekurse in Europa und den USA gestützt. Vor allem bei den zinsempfindlichen Kurzläufern ging es bei den Kursen nach oben.

FRANKFURT. Einer Umfrage zufolge ist das Geschäftsklima in Frankreich so schlecht wie zuletzt 1987. Außerdem stellte Bundesbankpräsident Axel Weber für 2009 eine schrumpfende Wirtschaft im Euro-Raum in Aussicht, nachdem die Wirtschaft in der Euro-Zone im zweiten und dritten Quartal bereits in die Rezession gerutscht ist. Weitere Zinssenkungen könnten laut Weber nicht ausgeschlossen werden.

Dies sorgte vor allem bei den zinsempfindlichen Kurzläufern für Schub bei den Kursen. Die Rendite der zweijährigen Bundespapiere sank um fünf Basispunkte auf das Dreijahrestief von 2,18 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel weniger stark auf 3,65 Prozent. Die Renditedifferenz zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen erreichte den höchsten Stand seit vier Jahren. In den USA sackten die Renditen zweijähriger Treasuries ebenfalls deutlicher als die Zehnjähriger ab, nachdem der Empire-State-Index auf ein Rekordtief fiel (siehe Devisen).

Am Primärmarkt beschaffte sich der Versorger Eon mit einem zweijährigen Bond eine Mrd. Euro, der Flughafenbetreiber Aéroports de Paris erlöste mit einem 2014 fälligen Papier 500 Mio Euro. Air Liquide kündigte ein vierjähriges Papier über 750 Mio Euro an.

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