Anleihenbericht
Miese Konjunktur drückt Renditen

Schwache Konjunkturdaten haben am Montag die Anleihekurse in Europa und den USA nach oben getrieben. Die Renditen sanken entsprechend. Eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank noch in dieser Woche wird immer wahrscheinlicher.

HB FRANKFURT. Nachdem bereits aus China schlechte Zahlen gekommen waren, zeigten europäische Daten einen Rückgang beim Einzelhandelsumsatz in Deutschland und dem verarbeitenden Gewerbe in Europa. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zehn Basispunkte niedriger bei 3,15 Prozent. Im Gegenzug ging es für den Terminkontrakt Bund-Future 107 Basispunkte aufwärts auf 122,55 Prozent.

In den USA zeigte der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe den stärksten Rückgang seit 26 Jahren an. Die Anleiherenditen purzelten daraufhin auf Rekordtiefs. So fiel die Rendite der zehnjährigen Treasuries elf Basispunkte auf 2,81 Prozent. JPMorgan Chase erwartet hier ein weiteres Absinken auf zwei Prozent im nächsten Jahr.

Am Primärmarkt platzierte Italien eine 2017 fällige Anleihe im Volumen von 2,1 Mrd. Euro. Der Automobilhersteller Daimler plant laut Bankenkreisen ein dreijähriges Papier mit einem Volumen von einer Mrd. Euro. Von Gashersteller Linde soll ein 600 Mio. Euro schweres Papier mit einer Laufzeit von sieben Jahren kommen, berichteten Banker.

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