Anleihenbericht
Neuemissionen belasten die Bondkurse

Am europäischen Markt für Staatsanleihen haben die Kurse am Dienstag leicht nachgegeben, da großvolumige Neuemissionen Kapital abschöpften. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten drei Basispunkte höher bei 3,46 Prozent. Der Bund-Future sank leicht auf 120,11 Prozent.

HB FRANKFURT. Frankreich platzierte einen Langläufer mit Fälligkeit 2041 im Volumen über sechs Mrd. Euro. Belgien beschaffte sich fünf Mrd. Euro über ein dreijähriges Papier. Die Niederlande brachten Papiere für 1,9 Mrd. Euro auf den Markt, Irland platzierte sechs Mrd. Euro. Immer mehr Anleger befürchten, dass der derzeit beispiellose Finanzbedarf der Staaten die Nachfrage der Bondanleger übersteigen könnte.

Das US-Finanzministerium gab am Dienstag zweijährige Treasuries im Volumen von 40 Mrd. Dollar aus. Am Sekundärmarkt pendelte die Rendite zehnjähriger Treasuries um das Vortagesniveau von 3,68 Prozent.

Im Unternehmenssektor will sich Fiat eine Milliarde Euro bei Anleiheinvestoren beschaffen. Experten sehen dies als Zeichen, dass sich der Markt für Junk-Bonds – also für Anleihen bonitätsschwacher Unternehmen – belebt. Letzte Woche kündigte der italienische Mobilfunkanbieter Wind an, das Volumen eines geplanten Junk-Bonds zu verdoppeln, da die Nachfrage der Anleger außerordentlich groß sei.

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