Anleihenbericht
Neuemissionen belasten US-Bondmarkt

An den Rentenmärkten in Europa und den USA hat das Konjunkturpaket der chinesischen Regierung für fallende Kurse und damit steigende Renditen gesorgt. Investoren setzten zum Wochenauftakt auf Anlageformen, die eine höhere Rendite versprechen als die sicheren Staatspapiere.

HB FRANKFURT. Unter Druck gerieten die Kurse der US-Treasuries auch durch die hohe Emissionstätigkeit Washingtons. Die USA bringen in dieser Woche Anleihen im Volumen von 55 Mrd. Dollar (42,8 Mrd. Euro) auf den Markt. Das drückt auf die Nachfrage.

Zehnjährige Treasuries rentierten zwei Basispunkte höher bei 3,81 Prozent. In Europa stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen leicht auf 3,68 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future gab minimal nach auf 117,71 Prozent. Nach Ansicht von Alessandro Tentori, Bondexperte bei BNP Paribas, vernachlässigt der Markt die schwachen Daten von der Konjunkturseite: So fiel das Sentix-Anlegervertrauen für den Euro-Raum im November stärker als erwartet.

Am Primärmarkt begaben die USA dreijährige Papiere im Volumen von 25 Mrd. Dollar – es war die erste Emission von Papieren mit dieser Laufzeit seit Mai 2007. Der Autobauer VW emittierte forderungsunterlegte Anleihen über insgesamt rund 2,9 Mrd. Euro und kaufte sie direkt zurück.

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