Anleihenbericht
Neuemissionen drücken auf die Bondkurse

Am Anleihemarkt haben die Kurse am Donnerstag nachgegeben. Schwergewichtige Neuemissionen schürten die Befürchtung, dass der Finanzbedarf der Staaten die Nachfrage der Bondanleger übersteigen könnte.

HB FRANKFURT. In Europa beschaffte Frankreich 9,4 Mrd. Euro über Anleihen mit Laufzeiten zwischen zwei und 14 Jahren. Aus Spanien kam ein 30-jähriger Bond über 1,2 Mrd. Euro. Finnland kündigte an, bis 2012 doppelt so viel Geld am Anleihemarkt zu beschaffen wie bislang vorgesehen. Helsinki braucht Geld, um der Konjunktur des stark exportabhängigen Landes aus der Rezession zu helfen.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten sieben Basispunkte höher bei 3,54 Prozent. Der Bund-Future sank 62 Basispunkte. Bei US-Treasuries mit zehn Jahren Laufzeit stieg die Rendite acht Basispunkte auf 3,77 Prozent. Verkaufsdruck brachte die Frage, wie viel Geld das Finanzministerium nächste Woche am Bondmarkt beschaffen will. Das Analysehaus Wrightson ICAP rechnet mit einem Emissionsvolumen von 101 Mrd. Dollar.

Im Unternehmenssektor plant der italienische Mobilfunkanbieter Wind die größte Hochzinsanleihe seit 2006. Er will bis zu 2,7 Mrd. Euro beschaffen. Analysten sehen die Pläne als Zeichen, dass Anleger risikofreudiger werden und wieder verstärkt auf die Anleihen bonitätsschwacher Firmen setzen.

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