Anleihenbericht
Renditen am Anleihemarkt fallen zurück

Konjunktursorgen haben am Donnerstag auf beiden Seiten des Atlantiks die Kurse von Staatsanleihen angetrieben und die Renditen sinken lassen. Investoren gehen zunehmend davon aus, dass die andauernden Abschreibungen an den Finanzmärkten die US-Notenbank Fed davon abhalten werden, den Leitzins heraufzusetzen.

FRANKFURT. Bestärkt wurden die Konjunkturbedenken von neuen Daten zum US-Arbeitsmarkt, die schlechter ausgefallen waren als erwartet. Die Risikoaversion der Kapitalanleger sei zurückgekehrt, sagte ein Bondstratege von ABN Amro. Am Zins-Terminmarkt rechnen Händler mit einer Wahrscheinlichkeit von 94 Prozent, dass die amerikanischen Währungshüter den Leitzins auf ihrer nächsten Sitzung im August bei zwei Prozent belassen werden.

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank um vier Basispunkte auf 4,07 Prozent. Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten ebenfalls niedriger bei 4,55 Prozent. Der Bund-Future legte 54 Basispunkte zu auf 110,99 Prozent.

Am Primärmarkt platzierte das US-Finanzministerium eine fünfjährige Anleihe im Volumen von 20 Mrd. Dollar. Eine so große Emission hatte es bei dieser Laufzeit seit fünf Jahren nicht mehr gegeben. Italien beschaffte sich 1,75 Mrd. Euro über zwei inflationsgeschützte Bonds mit Laufzeiten bis 2012 und 2023.

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