Anleihenbericht
Renditen der Staatsbonds fallen kräftig

Konjunkturängste haben die Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen zum Wochenstart kräftig angekurbelt. Auf beiden Seiten des Atlantiks stiegen die Bondkurse, die Renditen fielen kräftig.

HB FRANKFURT. Die Investmentbank Chevreux warnte vor einer beispiellosen Verschlechterung im Kreditzyklus, die die derzeitigen Befürchtungen zu Abschreibungen noch in den Schatten stelle.

Der Bund-Future legte bis zu 73 Basispunkte zu auf 114,69 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten neun Basispunkte niedriger bei 4,13 Prozent. Bei US-Treasuries mit Fälligkeit in zehn Jahren fiel die Rendite ebenfalls kräftig auf 3,79 Prozent.

Wie stark die Ängste vor einer Ausweitung der Kreditkrise sind, zeigt ein Blick auf die Kreditvergabe zwischen den Banken. Im Vergleich zum Frühjahr haben sich die Konditionen am Londoner Interbankenmarkt deutlich verschlechtert. Die gegenüber dem US-Leitzins geforderte Zinsprämie hat sich seit Februar mehr als verdreifacht. Händler am Zinsterminmarkt rechnen mit einem weiteren Anstieg der Diskrepanz.

Im weiteren Wochenverlauf erwarten Bondexperten Druck auf die Anleihekurse, da großvolumige Emissionen des US-Finanzministeriums Liquidität abschöpfen dürften. Aus Washington kommen am Mittwoch und Donnerstag Papiere im Gesamtvolumen von 52 Mrd. Dollar.

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