Anleihenbericht
Renditen der US-Bonds legen kräftig zu

Inflationsbedenken haben am Montag am US-Staatsanleihemarkt für sinkende Kurse gesorgt. Im Gegenzug legten die Renditen deutlich zu. Da die US-Notenbank die Leitzinsen aller Voraussicht nach weiter senken wird, rechnen Anleger mit weiter anziehender Teuerung.

HB FRANKFURT. Da die Realerträge von Renten dadurch zurückgehen würden, gerieten Treasuries unter Verkaufsdruck. Die Rendite des zehnjährigen Papiers stieg deutlich auf 3,57 Prozent.

Am europäischen Markt sorgten gestern Konjunkturbedenken zunächst für leichte Kursanstiege. Anleger suchten die Sicherheit von Staatspapieren. Sie befürchten, dass eine Rezession in den USA unabwendbar ist, was auch die europäische Wirtschaft belasten würde. Angesichts der sinkenden Kurse in den USA kamen später aber auch Europas Bonds unter Druck. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Nachmittag zwei Basispunkte höher bei 3,89 Prozent. Der Bund-Future war am späten Nachmittag noch geringfügig fester bei 117,10 Prozent.

Am Primärmarkt kündigte Polen an, eine geplante Emission von Eurobonds unter Umständen abzusagen. Grund: Dem Finanzministerium sind die Finanzierungskosten zu hoch geworden. Wenn sich die Situation am Markt nicht ändere, werde der Staat auf andere Finanzierungsoptionen zurückgreifen, hieß es.

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