Anleihenbericht
Renditen der US-Treasuries gehen zurück

Am US-Anleihemarkt haben Konjunkturängste am Dienstag erneut für steigende Kurse und fallende Renditen gesorgt. Investoren setzten auf Qualität, zumal der Auftragseingang der US-Industrie im September stärker gesunken war als erwartet. Zehnjährige US-Treasuries rentierten zwei Basispunkte niedriger bei 3,90 Prozent.

FRANKFURT. Beobachter wie Bondexperte David Keeble von Calyon gehen allerdings davon aus, dass die Renditen wegen des hohen US-Kapitalbedarfs in der nächsten Zeit tendenziell eher steigen werden. Die hohe Emissionstätigkeit belastet ihrer Ansicht nach die Nachfrage. Die USA haben vor, im vierten Quartal 550 Mrd. Dollar (429 Mrd. Dollar) aufzunehmen - das ist mehr als das Dreifache, was das US-Finanzministerium noch im Juli vorgesehen hatte.

In Europa fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um vier Basispunkte auf 3,79 Prozent. Der Bund Future legte 20 Basispunkte zu auf 116,78 Prozent. Die im September erneut gesunkenen Erzeugerpreise erhöhen nach Ansicht von Marktteilnehmern den Spielraum für eine Leitzinssenkung im Euro-Raum. Von Bloomberg befragte Volkswirte rechnen im Median mit einer Zinssenkung von 50 Basispunkten auf 3,25 Prozent.

Am Primärmarkt begab Großbritannien eine Anleihe über 2,25 Mrd. Pfund (2,8 Mrd. Euro) mit Laufzeit bis 2030.

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