Anleihenbericht
Renditen deutscher Bonds ziehen kräftig an

An den Anleihemärkten sind am Montag die Kurse der Staatsbonds der Euro-Zone deutlich gefallen. Dabei spielten vor allem besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten, das Angebot an neuen Papieren, das auf den Markt kommt, und die steigenden Aktienkurse eine Rolle. Alles zusammen dämpfte die Nachfrage nach den als sicher geltenden Staatsanleihen.

FRANKFURT. Besonders kräftig kletterten die Renditen zweijähriger europäischer Papiere, die relativ stark auf Veränderungen bei den Zinserwartungen reagieren. EZB-Ratsmitglied Yves Mersch hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, dass der Spielraum der Europäischen Zentralbank (EZB) für Zinssenkungen rasch abnehme. Daraufhin korrigierten viele Händler ihre diesbezüglichen Erwartungen.

Die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung schnellte um bis zu 20 Basispunkte auf 1,62 Prozent nach oben. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte um neun Basispunkte auf 3,27 Prozent, und der Terminkontrakt Bund-Future verlor 93 Basispunkte auf 122,37 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries rentierten mit 2,65 Prozent nur drei Basispunkte höher.

Am Primärmarkt nahm Belgien 2,385 Mrd. Euro über vier Papiere unterschiedlicher Laufzeit auf. In den USA stand die Auktion einer 20jährigen inflationsgeschützten Anleihe über acht Mrd. Dollar an.

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