Anleihenbericht
Renditen in Europa steigen weiter

Am europäischen Rentenmarkt sind die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen am Donnerstag den fünften Tag in Folge gestiegen. Die Papiere rentierten vier Basispunkte höher bei 3,65 Prozent. Der Bund-Future sank 25 Basispunkte auf 199,15 Prozent.

HB FRANKFURT. Bondexperte Ulrich Wortberg von der Helaba in Frankfurt wiesen darauf hin, dass höhere Inflationserwartungen auch infolge robuster Konjunkturdaten (siehe Devisen) zuletzt auf den Kursen lasteten.

Die Renditen der US-Treasuries hingegen bewegten sich deutlich im Minus. Nach zunächst noch stärkerem Einbruch rentierten die zehnjährigen Papiere acht Basispunkte niedriger bei 3,66 Prozent. Am Markt wurde spekuliert, dass die hohen Renditen angesichts der Konjunkturlage nicht haltbar sind.

Derweil zeichnet sich am Markt für hochverzinsliche Unternehmensanleihen eine Belebung ab. Der Spirituosenhersteller Pernod Ricard will informierten Kreisen zufolge über Anleihen 800 Mio. Euro beschaffen und der Medienkonzern Virgin Media 650 Mio. Dollar (466 Mio. Euro) über Euro- und Dollaranleihen. Der Papierhersteller Stora Enso und der Breitband-Anbieter UPC Broadband stockten in diesem Monat bereits bestehende Junk-Bonds auf, und der Wettanbieter Ladbrokes sowie der Kabelhersteller Nexans erwägen offenbar ebenfalls, den Anleihemarkt anzuzapfen.

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