Anleihenbericht
Renditen nähern sich Jahreshoch

Am europäischen Rentenmarkt hat es am Montag leichte Kursverluste gegeben. Die Renditen legten zu und näherten sich dem höchsten Stand seit Jahresanfang. In den USA wurden wegen eines Feiertags keine Anleihen gehandelt. In Europa setzen Anleger verstärkt darauf, dass die Europäische Zentralbank in diesem Jahr die Leitzinsen anheben wird.

HB FRANKFURT. Unterstützt wurde diese Einschätzung durch Äußerungen von EZB-Vizepräsident Lucas Papademos. Er wurde in der griechischen Zeitung "Ta Nea" zitiert, die Zinsentscheider würden sich sehr dafür einsetzen, die Inflation unter zwei Prozent zu senken.

Nimmt man die Inflationserwartungen als Maßstab, hat die EZB bis dahin jedoch noch eine ganze Strecke zurückzulegen. Ökonomen gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise in der Euroregion im Mai 3,5 Prozent gestiegen sind. Die Daten stehen am Freitag zur Veröffentlichung an.

Ein weiteres Indiz für zunehmende Spekulationen auf eine Zinserhöhung lieferte der Zins-Terminmarkt. Hier legte die implizite Rendite des Euribor-Kontrakts mit Fälligkeit September einen halben Basispunkt zu auf 4,83 Prozent.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte höher bei 4,28 Prozent. Ein Minus von 22 Basispunkten auf 112,84 Prozent gab es beim Terminkontrakt Bund-Future.

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