Anleihenbericht
Renditen von Staatsanleihen klettern kräftig

Inflationsbefürchtungen haben am Montag die Kurse europäischer Staatsanleihen gedrückt und die Renditen deutlich nach oben getrieben. Verkaufsdruck brachten zum einen Inflationsdaten, die für den Euroraum im Juni einen Teuerungsanstieg auf vier Prozent zeigten.

HB FRANKFURT. Zum anderen erreichte der Ölpreis einen neuen Rekordwert. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg acht Basispunkte auf 4,59 Prozent und nahm Kurs auf das Jahreshoch, das Mitte des Monats erreicht wurde. Der Terminkontrakt Bund-Future notierte 73 Basispunkte niedriger bei 110,63 Prozent.

Preisanstiege zehren die Realerträge der Bondinvestoren auf. Zudem nähren sie die Aussicht auf höhere Leitzinsen, die den Kupon bestehender Anleihen weniger attraktiv machen. Bondstratege Christoph Rieger von Dresdner Kleinwort hält eine Zinserhöhung im Euroraum in dieser Woche für eine beschlossene Sache. Die EZB dürfte am Donnerstag zudem signalisieren, dass ein Zinsschritt nach oben womöglich nicht ausreicht.

Der US-Bondmarkt fand gestern keine klare Richtung. Zunächst führten die europäischen Inflationsdaten auch hier zu Verkäufen, später holten die Treasuries die Kursverluste jedoch wieder auf. Die Rendite zehnjähriger Treasuries lag am Nachmittag mit 3,97 Prozent auf dem Schlussniveau vom Freitag.

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