Anleihenbericht
Schlechte Daten drücken Renditen

Ein überraschender Rückgang des Verbrauchervertrauens in den USA hat am Dienstag die Anleihekurse in Europa und den USA nach oben getrieben und auf die Renditen gedrückt.

FRANKFURT. Der Index des Conference Board ist von revidiert 53,4 im September auf 47,7 im Oktober gefallen. Damit verschlechtert sich die Konsumstimmung in den Staaten den zweiten Monat in Folge. "Wir haben die wirtschaftliche Erholung mit zu viel Optimismus betrachtet", sagte Glenn Marci, Stratege festverzinsliche Werte bei der DZ Bank. Auf längere Sicht rechnet er allerdings mit wieder steigenden Renditen. Die zehnjährige Bundesanleihe, deren Rendite am Dienstag acht Basispunkte auf 3,28 Prozent fiel, dürfte laut Marci zum Jahresende mit 3,5 Prozent rentieren. Der Terminkontrakt Bund-Future legte am Dienstag 58 Basispunkte zu auf 121,42 Prozent. In den USA sank die Rendite der zehnjährigen Treasuries vier Basispunkte auf 3,51 Prozent.

Gebremst wurden die Kursanstiege durch zahlreiche Anleiheemissionen. So beschafften sich die Niederlande 1,05 Mrd. Euro in drei Tranchen mit Fälligkeit 2014, 2016 und 2028. Italien begab eine zweijährige Nullkuponanleihe im Volumen von drei Mrd. Euro. Noch deutlich höher war das Volumen des für den Abend in den USA angekündigten zweijährigen Papiers: hier sind 44 Mrd. Dollar geplant.

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