Anleihenbericht
Schwache Daten drücken die Renditen

Weitere Anzeichen wirtschaftlicher Abkühlung haben am Donnerstag die Renditen der Staatsanleihen sinken lassen. In Europa sorgten die den achten Monat in Folge rückläufigen deutschen Auftragseingänge für Skepsis mit Blick auf die Konjunkturentwicklung.

HB FRANKFURT. Dazu kamen konjunkturskeptische Aussagen der EZB (s Devisen). Die Rendite der zweijährigen Bundesanleihe, die stark auf Zinserwartungen reagiert, fiel um bis zu sieben Basispunkte auf 4,05 Prozent. Das zehnjährige Bundespapier rentierte ebenfalls deutlich niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 44 Basispunkte auf 114,85 Prozent. Laut Händlern waren die Gewinne der Bonds aber auch den schwachen Aktienmärkten zuzuschreiben. Eine Zinssenkung noch in diesem Jahr sei angesichts des Inflationsdrucks unwahrscheinlich, auch wenn die EZB die Wachstumsrisiken stark betont habe, hieß es.

In den USA sank die Rendite der Treasuries zehnjähriger Laufzeit auf 3,68 Prozent und bewegte sich auf dem niedrigsten Niveau seit fast fünf Monaten. Hier wirkte sich aus, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet gestiegen war.

Am Primärmarkt platzierte Frankreich drei Bonds über insgesamt 5,2 Mrd.Euro, Spanien brachte ein dreijähriges Papier über 1,979 Mrd. Euro. Unter den Firmen kündigte Saint-Gobain einen fünfjährigen Bond an.

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