Anleihenbericht: Überangebot sorgt für Bondverkäufe

Anleihenbericht
Überangebot sorgt für Bondverkäufe

Am europäischen Rentenmarkt haben am Montag klar die Verkaufsaufträge überwogen. Das zweite Rettungspaket der britischen Regierung für den Bankensektor schürte Händlern zufolge erneut Bedenken, dass die Staatsverschuldung in Europa anziehen wird.

HB FRANKFURT. Ein höheres Angebot am Staatsanleihemarkt drückt tendenziell die Kurse. Die deutlichsten Kursabschläge gab es bei britischen Gilts. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg elf Basispunkte auf 3,40 Prozent. Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentierten sieben Basispunkte höher bei drei Prozent. Der Bund-Future sank auf 125,03 Prozent.

Im Blickpunkt standen auch spanische Anleihen, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's dem Land die Bonitätsbestnote „AAA“ aberkannt und es eine Stufe niedriger mit „AA+“ eingestuft hat. Der Verkaufsdruck hielt sich in Grenzen, da der Markt den Schritt erwartet und der Risikoaufschlag gegenüber Bundesanleihen bereits erheblich zugelegt hat. Zehnjährige Spanien-Anleihen rentierten drei Basispunkte höher bei 4,14 Prozent. In den USA ruhte der Bondhandel feiertagsbedingt.

Am Primärmarkt beschaffte Großbritannien 1,25 Mrd. Pfund durch die Ausgabe von Anleihen mit Fälligkeit 2027. Telekom Austria kündigte eine Emission über bis zu 750 Mio. Euro an.

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