Anleihenbericht
US-Renditen schnellen nach oben

Die Anleihekurse sind am Dienstag deutlich unter Druck geraten. Die größten Verluste gab es bei US-Treasuries. Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg spiegelbildlich um neun Basispunkte auf 2,95 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verbesserte sich um vier Basispunkte auf 3,07 Prozent.

HB FRANKFURT. Der Terminkontrakt Bund-Future sank um 28 Basispunkte auf 125,08 Zähler. Anleger waren besorgt, dass die US-Regierung veranlasst sein könnte, noch mehr Bonds zu emittieren, um den Versicherungsriesen AIG und andere angeschlagene amerikanische Finanzkonzerne zu retten. Notenbankchef Ben Bernanke erklärte, der 700 Mrd. Dollar (556 Mrd. Euro) Rettungsfonds für Banken müsse möglicherweise noch aufgestockt werden – je nach Ausgang der laufenden Stresstests.

Zudem wurde der Anleihemarkt durch Milliardenemissionen belastet. Der Autohersteller Daimler kündigte eine zweijährige Anleihe über eine Mrd. Euro an, und die Deutsche Bahn will am Primärmarkt eine Mrd. Euro mit zehnjähriger Laufzeit platzieren. Spaniens Telefonica gab dagegen bekannt, den Verkauf einer achtjährigen Anleihe in Pfund zu verschieben. Das Marktumfeld sei derzeit für Emittenten ungünstig, sagte Konzernsprecher Miguel Angel Garzon in Madrid.

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